Zwischenbilanz Hochwassersituation 12. - 13. Juni 2019

TIROL - Die letzten Tage waren für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle Tirol sehr arbeitsintensiv. 2.900 Einsätze mit 3.300 Alarmierungen wurden schnell und kompetent aufgenommen und disponiert. Parallel zur aktuellen Hochwassersituation wurden zahlreiche Verkehrsunfälle, vier Meldungen zu „Person in Fließgewässer“, mehrere Gefahrgut- sowie länderübergreifende Einsätze abgearbeitet.

Bereits Anfang der Woche gingen via Notruf vereinzelte Meldungen über Wasserschäden, Verklausungen und ähnliche Einsätze aufgrund der ansteigenden Gewässer-Pegel und dem damit verbundenen Anstieg des Grundwasserspiegels ein. Feuerwehren führten Kontrollen bei bekannten Problembereichen in ihren Gebieten durch.

Wassereinsätze, Verkehrsunfall, Waldbrand – Personal-Nachalarmierung

Kurz nach 08:00 Uhr des 12. Juni 2019 gingen zusätzlich zu den nun bereits stark ansteigenden Wasserschäden auch Notrufe über einen Fahrzeugabsturz im Wipptal und den Waldbrand oberhalb von Absam ein. Allein für letzteres Ereignis wurden in zwei Stunden über 270 Meldungen bearbeitet. Um für dieses erhöhte Arbeitsaufkommen (speziell im Bereich Notrufannahme und Feuerwehr und technische Rettung) ausreichend Personal zur Verfügung zu haben, wurde um 08:30 Uhr dienstfreies Personal der Leitstelle nachalarmiert. Binnen weniger Minuten rückten Mitarbeiter/innen sowohl in die Leitstelle als auch in die dafür zur Verfügung stehenden Bezirkszentralen in ganz Tirol ein.

Keine Entspannung bis in die Abendstunden

Unter anderem Meldungen über Personen, die in hochwasserführende Fließgewässer gestürzt seien, verschärften die Situation am Nachmittag erneut. Wasserrettungen, Feuerwehren, Rettungsdienst und Hubschrauber wurden zusätzlich zu den dutzenden Wassereinsätzen alarmiert und koordiniert. Erst spät abends gingen die Einsatzzahlen zurück, über Nacht von 12. auf 13.Juni wurden dennoch allein über 60 Feuerwehralarmierungen (bei normalerweise 5-15 Alarmierungen) durchgeführt. Der zweite Tag ging in gleicher Weise weiter, wie der erste aufgehört hat. Gegen 06:00 Uhr stiegen erneut die Wasserschaden-Meldungen und damit die Alarmierungen der Feuerwehren, speziell im Inntal.

Landeseinsatzleitung, Feuerwehr-Einsatzleitung Innsbruck, besondere Einsätze

Zusätzlich zur Abwicklung des Einsatzgeschehens war die Leitstelle Tirol auch bei der Landeseinsatzleitung im Landhaus und der Feuerwehr-Einsatzleitung für Innsbruck bei der Berufsfeuerwehr vertreten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle standen und stehen den Entscheidungsträgern mit ihrer Erfahrung und Wissen aus der täglichen Leitstellenarbeit zur Seite. Zusammen mit den umliegenden Leitstellen aus Bayern und den anderen Bundesländern wurden u.a. ein Segelfliegerabsturz in Bayern sowie eine Menschenrettung in Scharnitz (Unterstützung durch die Feuerwehr Mittenwald) abgewickelt.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle Tirol haben in den vergangenen beiden Tagen bei 2900 Einsätzen hervorragende Arbeit für die Tiroler Bevölkerung, alle Gäste und speziell die Einsatzkräfte geleistet. Aufgrund der Prognosen für das kommende Wochenende gehen wir davon aus, dass es wieder einen Anstieg der Einsatzzahlen geben wird. Wir sind auf jeden Fall gerüstet, Personal ist in Bereitschaft und steht per Knopfdruck in kürzester Zeit zur Verfügung.

                                                                                                                                  Innsbruck, 14.06.2019 18:00h